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Der Wasserfall ist immer noch vorherrschend in der Softwareentwicklung

In den letzten Jahren sind viele "neue" Bewegungen auf der Bildfläche des Mainstream-Bewusstseins der Softwareentwicklung erschienen. Und viele aktuelle Studien berichten, dass die Agilität den Wasserfall abgelöst hat. In allen Softwareunternehmen und viele der Entwickler die ich treffe reden zumindest viel über Agilität.

Wenn aber mal einen Schritt zurück macht sieht das (ideal) Bild eher so aus:

Die neue Lösung wird mit Design Thinking gefunden und definiert. In der Entwicklung ist dann eher die Rede von agile (meist Scrum) und selten SoftwareCraftsmanship. Von der Betriebsseite heißt es nun DevOps. Aber dazwischen gibt es immer noch Brüche und es existiert keine Ganzheitlichkeit.

Jahrzehnte lang haben wir in der Softwareentwicklung geglaubt und es so auch allen Kunden beigebracht, dass die "Cost of Change Curve" gilt und daher der Wasserfall als Vorgehen perfekt ist.
(Was nun was bedingt, lass ich mal dahingestellt)

Dadurch haben sich natürlich auch die Struktur…
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Warm werden mit einer neuen Codebasis

Als ich vor einem halben Jahr die Firma wechselte, kam neben einer neuen Umgebung mit neuen Leuten auch eine riesige, gewachsene Codebasis auf mich zu. Da es sich um ein kommerzielles Produkt handelt gab es immerhin eine Dokumentation und eine Woche Schulung dazu. Um nun aber wirklich schnell produktiv zu werden haben mir dann "Fake it till you made it" und "TDD as if you meant it" geholfen.

Meine Aufgabe war es neue bzw. erweiterte REST Schnittstellen anzubieten. Das Produkt basiert auf Spring und stellt bereits eigene REST Schnittstellen bereit, hat aber genügend Besonderheiten.
Fake it till I made it Damit die Konsumenten meiner Schnittstellen möglichst schnell diese Anbinden konnten und nicht warten mussten bis ich endlich so weit bin die Schnittstelle bereit zu stellen habe ich zunächst den Controller mit den definierten Methoden geschrieben. Als Rückgabewert gab es dann halt Dummydaten welche nach bestem Wissen aber schon dem erwarteten Format entsprechen. TD…

Stolpersteine beim Bootstrapping SCRUM

Ich habe mittlerweile in mehreren Unternehmen miterlebt, wie Scrum quasi via "Bootstrapping" eingeführt wurde. Mit Bootstrapping meine ich, dass innerhalb eines Teams, in dem ein gewissen Scrumwissen vorhanden war Scrum (zumindest intern) verwendet wurde. Ggf. wurde noch ein Buch dazu gelesen, die Rollen verteilt und los geht es mit den Sprints.

Ein Tweet und damit verbundener Link von Patrick Koglin hat mich gerade wieder darauf aufmerksam gemacht:


Bin gerade aufgewacht und mir kam die Idee wie man Scrum schnell & günstig einführen kann. Profitiert auch davon! http://t.co/08Nxp0IOeH
— Patrick Koglin (@patrickkoglin) 10. Februar 2015

Leider habe ich bei diesen Vorhaben immer wieder ein paar Stolpersteine entdeckt, welche ich hier mal Auflisten möchte:


Missachtung von Shu Ha Ri
Scrum sieht ein Inspect & Adapt vor. Aber anstatt Scrum erstmal anzuwenden und später zu Anpssungen zu kommen wird als erstes das Rahmenwerk destabilisiert (angepasst) weil "bei uns ist das …

agile Karriere???

Durch zwei Tweets von Svenja Hofert bin ich wieder zu einer Fragestellung gekommen, welche mich immer mal wieder beschäftigt: "Was ist Karriere und will ich das?"

Diese Tweets waren:

Treten Sie doch mal einen Karriereschritt zurück http://t.co/4sZBPqGSx8#kariere
— Svenja Hofert (@SvenjaHofert) 1. Februar 2015

und

Warum Manager die agile Welt hassen (müssen) http://t.co/6WMzL2nEKo . Übrigens meine Umfrage: http://t.co/IsSuk3rpuc läuft weiter #mitmachen
— Svenja Hofert (@SvenjaHofert) 31. Januar 2015
In dem Ersten geht es um Karriereschritte und Möglichkeiten auch mal Rückwärtsschritte zu machen. In dem Zweiten um die vertikale Welt des Management und die horizontale agile Welt.

Für mich war Karriere immer verknüpft mit der horizontalen Welt und damit auch irgendwie mit dem Peter-Prinzip. In der Softwareentwicklung war Karriere (für mich) definiert über Junior (Entwickler), Entwickler, Senior (Entwickler) wobei der Senior Titel auch oft aus "Verkaufsgründen" und nicht…

Mit dem Rücken am Tellerrand

Es ist gut auch mal über den Tellerrand zu schauen. Manchmal sind wir so in "unserer Welt" gefangen, dass wir den Rest gar nicht mehr wahr nehmen.
Zum Beispiel muss ich mich immer wieder daran erinnern, dass nicht alle Menschen mindestens ein Smartphone haben. Oder das agile noch lange nicht Mainstream ist.
Nur weil wir uns in einem Umfeld bewegen, in dem die Dinge so scheinen wie sie sind, heißt das noch lange nicht, dass dem auch so ist. Ein Typisches Beispiel für den Unterschied von Realität und Wahrnehmung der Realität. Aber auch um neuen Ideen eine Chance zu geben, welche scheinbar nicht funktionieren können, weil sie nicht in unsere Gedankenwelt passen ist es sinnvoll ab und an über den Tellerrand zu schauen.

Heute habe ich noch einen Tweet, welcher darauf hinweist gesehen:


Wenn uns das einmal bewusst geworden ist, dann neigen wir (oder zumindest geht es mir so) dazu möglichst oft über diesen Tellerrand zu schauen.

Dabei kann es aber passieren, dass wir so sehr damit …

Arbeit und Leistung muss neu definiert werden

In der Physik ist Arbeit definiert als Kraft (zum Bewegen einer Masse) mal Weg und Leistung Arbeit durch Zeit.
In unserer Arbeitswelt war es über Jahrzehnte oder Jahrhunderte hinweg möglich daran angelehnt die erbrachte Leistung eines Arbeitnehmers (oder auch Auftragnehmers) in Zeit zu messen.

So erbrachte ein Arbeiter am Fließband eine gewisse Leistung messbar in gefertigten Teilen in einer gewissen Zeit.

In dem Zusammenhang ist es auch nachvollziehbar die dem Arbeitgeber (Auftraggeber) vertraglich geschuldete Arbeit in Zeiteinheiten z.B. Wochenstunden zu definieren. Diese Arbeit kann auch dann direkt gesehen werden. Steht der Arbeiter am Fließband und geht seiner Tätigkeit nach so erbringt er die geschuldete Arbeit. Tut er was anderes so erbringt er sie nicht. (Natürlich vereinfacht gesehen)

Aktuell findet ein Wandel in der Art der Arbeit statt. Es gibt immer mehr sogenannte "Wissensarbeit". Dabei ist wie z.B. in der Softwareentwicklung das Ergebnis der erbrachten "A…

Speed Temenos auf dem AgileDay der JAX

Letzte Woche hatte ich die Gelegenheit auf dem AgileDay der JAX zu sein. Neben Vorträgen am Vormittag mit Beiträgen zu Retrospektiven agile in Konzernen sowie einer spezifischen Implementierung in einem Unternehmen stand nach der Mittagspause ein Speed Temenos mit Olaf Lewitz und Christine Neidhardt auf dem Programm. Zur Unterstützung hatten sie sich Unterstützung über die Softwerkskammer organisiert, so dass die Anwesenden von insgesamt 20 Facilitatoren betreut wurden.

Bei Temenos handelt es sich um einen "geschützten Raum" in dem Menschen Offenheit und Vertrauen erleben können. Das Speed Temenos mit seinen 3 Phasen, in welchen es um die Persönliche (Berufliche) Vergangenheit, den Ist-Zustand und die Vision für die Zukunft geht hilft über Geschichten erzählen, sich selbst zu reflektieren und Gemeinsamkeiten in der Gruppe zu entdecken. Details sind auf http://trusttemenos.de/ viel besser erklärt als ich es hier kann.

Ich hatte Temenos mit Olaf bereits auf der Play4Agile 201…