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Über Leid Und Leidenschaft In Der Softwareentwicklung

Viele gute Softwareentwickler machen ihren Job aus Leidenschaft. Neben der Leidenschaft für die Technik, macht sie auch ein leidenschaftliches Interesse für den Kunden und seine Probleme aus.

Wer eine Weile von solchen Entwicklern umgeben war und mit ihnen gearbeitet hat, wird gemerkt haben, dass das reine Beherrschen der Programmiersprache und der Frameworks nur einen Teil ihres Tuns ausmacht. Der andere Teil sind Praktiken und Methoden sowie eine geistige Einstellung und Begeisterung zu dem was sie tun und wie sie es tun, die einige als Software Craftsmanship (oder Handwerkertum) bezeichnen. Viele dieser Elemente können auch in der agilen Softwareentwicklung angetroffen werden.
Natürlich gibt es auch die leidvollen Erfahrungen im Alltag. Seien es Fehlschläge, Projektmanager die einen zu Tätigkeiten “zwingen” die man aus der eigenen Überzeugung heraus ablehnen würde oder Teammitglieder, welche lieber den Code für sich zusammenhacken. Das wichtigste dabei ist aber, dass man daraus etwas für sich und die Zukunft lernt. Und wenn man es nicht über das Knie bricht kann man die Kollegen auch langsam in die “richtige” Richtung lenken.

In diesem Blog werde ich meine Erfahrungen, Ideen und Gedanken zu Themen rund um Leid und Leidenschaft in der Softwareentwicklung zusammen tragen.
Kommentare und Anregungen zu den Themen oder zu Themen die ich aufnehmen sollte sind herzlichst Willkommen.

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Eine Retro im Kreis

Für die letzte Retro habe ich die Tische und Stühle alle beseite gestellt um dann mit Klebeband (Malercrep) drei unterschiedlich große Kreise um einen Mittelpunkt zu kleben. Der innerste Ring war groß genug, dass das gesamte Team da drin Platz finden konnte.

Für die erste Phase der Retro habe ich Kärtchen mit den Zahlen 50, 40, 30, 20 in den Ringen verteilt. Die 50 in der Mitte und dann absteigend nach außen. Um so eine Zielscheibe anzudeuten.

Der Wasserfall ist immer noch vorherrschend in der Softwareentwicklung

In den letzten Jahren sind viele "neue" Bewegungen auf der Bildfläche des Mainstream-Bewusstseins der Softwareentwicklung erschienen. Und viele aktuelle Studien berichten, dass die Agilität den Wasserfall abgelöst hat. In allen Softwareunternehmen und viele der Entwickler die ich treffe reden zumindest viel über Agilität.

Wenn aber mal einen Schritt zurück macht sieht das (ideal) Bild eher so aus:

Die neue Lösung wird mit Design Thinking gefunden und definiert. In der Entwicklung ist dann eher die Rede von agile (meist Scrum) und selten SoftwareCraftsmanship. Von der Betriebsseite heißt es nun DevOps. Aber dazwischen gibt es immer noch Brüche und es existiert keine Ganzheitlichkeit.

Jahrzehnte lang haben wir in der Softwareentwicklung geglaubt und es so auch allen Kunden beigebracht, dass die "Cost of Change Curve" gilt und daher der Wasserfall als Vorgehen perfekt ist.
(Was nun was bedingt, lass ich mal dahingestellt)

Dadurch haben sich natürlich auch die Struktur…

Speed Temenos auf dem AgileDay der JAX

Letzte Woche hatte ich die Gelegenheit auf dem AgileDay der JAX zu sein. Neben Vorträgen am Vormittag mit Beiträgen zu Retrospektiven agile in Konzernen sowie einer spezifischen Implementierung in einem Unternehmen stand nach der Mittagspause ein Speed Temenos mit Olaf Lewitz und Christine Neidhardt auf dem Programm. Zur Unterstützung hatten sie sich Unterstützung über die Softwerkskammer organisiert, so dass die Anwesenden von insgesamt 20 Facilitatoren betreut wurden.

Bei Temenos handelt es sich um einen "geschützten Raum" in dem Menschen Offenheit und Vertrauen erleben können. Das Speed Temenos mit seinen 3 Phasen, in welchen es um die Persönliche (Berufliche) Vergangenheit, den Ist-Zustand und die Vision für die Zukunft geht hilft über Geschichten erzählen, sich selbst zu reflektieren und Gemeinsamkeiten in der Gruppe zu entdecken. Details sind auf http://trusttemenos.de/ viel besser erklärt als ich es hier kann.

Ich hatte Temenos mit Olaf bereits auf der Play4Agile 201…