Direkt zum Hauptbereich

Dude's Gesetz

In der Januar Ausgabe des PragPub Magazine war ein Interview mit David Hussman auch bekannt als "The Dude".

In dem Interview wird David gefragt, wie er (als Coach) den Leuten hilft nicht in die "wir folgen dem Prozess*" Falle (oder wie David es nennt, die "Rezept Falle") zu tappen.
Als Antwort nennt er "sein" Gesetz:




V = W / H mit V := Value, W := Why (Warum) und H := How (Wie / Was)
Was nichts anderes bedeutet , als eine wirklich einfache Möglichkeit seine eigenen, eingesetzten Methoden (z.B. bei der Retrospektive) mal kurz zu Hinterfragen.

Wir sollten immer einen guten Grund (Why) haben, warum wir die Praktik (das Wie / Was oder auch How) tun damit wir einen Mehrwert (Value) erhalten.

Der Grund "weil es der agile Prozess vorschreibt" oder die "anderen machen das auch so" ist garantiert kleiner als das wie. Was das für unseren Mehrwert bedeutet, kann sich ja (sicher) jeder ausrechnen.
Also sollte uns eine eingesetzte Praktik immer ein Ergebnis liefern, welches einen Mehrwert erzeugt!

Aber Achtung: Es gibt auch Praktiken, welche nur einen Mehrwert liefern, wenn sie in Kombination mit anderen eingesetzt werden.

So und nun viel Spaß beim Nachrechnen!

* Die "wir folgen dem Prozess" Falle schnappt zu wenn man meint, eine agile Praktik einzusetzen, z.B. StandUp Meetings ist gleichzusetzen mit auf dem agilen Weg zu sein.

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Eine Retro im Kreis

Für die letzte Retro habe ich die Tische und Stühle alle beseite gestellt um dann mit Klebeband (Malercrep) drei unterschiedlich große Kreise um einen Mittelpunkt zu kleben. Der innerste Ring war groß genug, dass das gesamte Team da drin Platz finden konnte.

Für die erste Phase der Retro habe ich Kärtchen mit den Zahlen 50, 40, 30, 20 in den Ringen verteilt. Die 50 in der Mitte und dann absteigend nach außen. Um so eine Zielscheibe anzudeuten.

Der Wasserfall ist immer noch vorherrschend in der Softwareentwicklung

In den letzten Jahren sind viele "neue" Bewegungen auf der Bildfläche des Mainstream-Bewusstseins der Softwareentwicklung erschienen. Und viele aktuelle Studien berichten, dass die Agilität den Wasserfall abgelöst hat. In allen Softwareunternehmen und viele der Entwickler die ich treffe reden zumindest viel über Agilität.

Wenn aber mal einen Schritt zurück macht sieht das (ideal) Bild eher so aus:

Die neue Lösung wird mit Design Thinking gefunden und definiert. In der Entwicklung ist dann eher die Rede von agile (meist Scrum) und selten SoftwareCraftsmanship. Von der Betriebsseite heißt es nun DevOps. Aber dazwischen gibt es immer noch Brüche und es existiert keine Ganzheitlichkeit.

Jahrzehnte lang haben wir in der Softwareentwicklung geglaubt und es so auch allen Kunden beigebracht, dass die "Cost of Change Curve" gilt und daher der Wasserfall als Vorgehen perfekt ist.
(Was nun was bedingt, lass ich mal dahingestellt)

Dadurch haben sich natürlich auch die Struktur…

Speed Temenos auf dem AgileDay der JAX

Letzte Woche hatte ich die Gelegenheit auf dem AgileDay der JAX zu sein. Neben Vorträgen am Vormittag mit Beiträgen zu Retrospektiven agile in Konzernen sowie einer spezifischen Implementierung in einem Unternehmen stand nach der Mittagspause ein Speed Temenos mit Olaf Lewitz und Christine Neidhardt auf dem Programm. Zur Unterstützung hatten sie sich Unterstützung über die Softwerkskammer organisiert, so dass die Anwesenden von insgesamt 20 Facilitatoren betreut wurden.

Bei Temenos handelt es sich um einen "geschützten Raum" in dem Menschen Offenheit und Vertrauen erleben können. Das Speed Temenos mit seinen 3 Phasen, in welchen es um die Persönliche (Berufliche) Vergangenheit, den Ist-Zustand und die Vision für die Zukunft geht hilft über Geschichten erzählen, sich selbst zu reflektieren und Gemeinsamkeiten in der Gruppe zu entdecken. Details sind auf http://trusttemenos.de/ viel besser erklärt als ich es hier kann.

Ich hatte Temenos mit Olaf bereits auf der Play4Agile 201…